Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Was verstehen Industrie/Gesundheitsbehörden unter "Harm Reduction"?
#31
2016 Bundesgesundheitsministerium

4.3.6 E-Zigarette unter Harm-Reduktion-Perspektive
Eine zunehmende Anzahl an Studien belegt, dass die Nutzer von E-Zigaretten entweder aktuelle oder frühere Rauchende sind, die die Anzahl ihrer gerauchten Zigaretten reduzieren oder vollständig mit dem Rauchen aufhören wollen (Adkison et al. 2013; Andler et al. 2015; Dawkins et al. 2013; Etter & Bullen 2011). So benutzen 79,8% der Nutzerinnen und Nutzer E-Zigaretten, weil sie meinen, dass diese weniger schädlich sind, 75,4% um das Rauchen zu reduzieren und 85,1% um mit dem Rauchen aufzuhören (Adkison et al. 2013).
https://www.bundesgesundheitsministerium...ht_ZIS.pdf
Antworten
#32
DHS
Im Hinblick auf die öffentliche Gesundheit können E-Zigaretten daher nicht bedenkenlos als HarmReduction-Strategie empfohlen werden, solangedie Sicherheit und Wirksam-keit von E-Zigaretten nicht durch klinische Studien nachgewiesen sind.Rauchern sollte auf deren Nachfrage hin erklärt werden, dass E-Zigaretten im Vergleich zu Tabakzigaretten zwar weniger schädlich, aber dennoch nicht harmlos sind und sie nur mit dem langfristigen Ziel einer vollständigen Beendigung des Tabak-und E-Zigaretten-konsums verwendet werden sollten.
https://www.dhs.de/fileadmin/user_upload...uction.pdf
Antworten
#33
"Schadensminimierung/Harm Reduction" auch beim Inhalieren von Cannabiswolken:
Alle Inhaltsstoffe müssen deklariert werden, Beipackzettel, etc.
Macht aber keinen Sinn, da die Verbrennungsgiftstoffe bereits schaden - es werden nur mögliche einzelne
Schadstoffe berücksichtigt.
Zitat:
Entwurf eines Cannabiskontrollgesetzes
Der Entwurf eines Cannabiskontrollgesetzes (CannKG) ist ein von der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen am 20. März 2015 in den deutschen Bundestag eingebrachter Gesetzesentwurf, der zum Ziel hat, Volljährigen einen rechtmäßigen Zugang zu Cannabis als Genussmittel zu ermöglichen und zugleich dem Jugend- und Verbraucherschutz sowie der Suchtprävention zu dienen.
..
Zudem macht es einen effektiven Verbraucherschutz und Bemühungen um Schadensminderung unmöglich, da der illegalisierte Handel nicht effektiv kontrolliert werden kann. Letzteres ist vor allem deswegen bedenklich, [weil] auch Produkte vertrieben werden, die einen erhöhten Wirkstoffgehalt haben oder mit Glas, Blei oder anderen Stoffen verunreinigt sind. ‚Damit wird die gesundheitliche Gefährdung von Konsumenten bewusst in Kauf genommen.‘ Die Mehrzahl der volljährigen Konsumenten praktiziert keinen riskanten Gebrauch von Cannabis... Für Volljährige ist das bisherige Verbot – auch verglichen mit anderen legalen Substanzen wie beispielsweise Alkohol – daher ‚ein unverhältnismäßiger Eingriff in ihre Handlungsfreiheit‘, weil der Konsum lediglich eine Selbstgefährdung darstellt. Das Bundesverfassungsgericht hat bereits 1994 die Möglichkeit einer eingeschränkten Strafbarkeit des Erwerbs und Besitzes kleiner Mengen von Cannabisprodukten zum gelegentlichen Eigenverbrauch eingeräumt […].“
Artikel 1.3 Verbraucherschutz und Suchtprävention
Zur Risikominimierung für die volljährigen Konsumenten ist ein umfassender Verbraucher- und Gesundheitsschutz durch Angaben über die Inhaltsstoffe, die Konzentration der Wirkstoffe, umfangreiche Beipackzettel, Warnhinweise und Qualitätsstandards vorgesehen. Für den Betrieb von Cannabisfachgeschäften verlangt der Gesetzentwurf spezielle Schulungen des Verkaufspersonals sowie die Erstellung eines Sozialkonzepts, das Maßnahmen hinsichtlich der Suchtprävention und des Jugendschutzes darlegt.
Artikel 1.4 Wirtschaftlicher Umgang mit Cannabis
Die gesamte Handelskette für Cannabis (Anbau, Großhandel, Import/Export, Einzelhandel, Transport, Verarbeitung) wird streng reguliert. Jeglicher wirtschaftlicher Umgang mit Cannabis erfordert eine behördliche Genehmigung und unterliegt strengen behördlichen Auflagen und Kontrollen. Die staatliche Regulierung der Handelskette für jedes Glied der Handelskette an deren Ende das Cannabisfachgeschäft steht, ermöglicht eine effektive Trennung der Märkte und Kontrolle des legalen Cannabishandels.
https://de.wikipedia.org/wiki/Entwurf_ei...llgesetzes


Das stellen wir uns nun bei einem neuen Alkoholprodukt vor, welches auf den Markt kommt:
Völliger Schwachsinn.
Antworten
#34
13.11.2017 Philip Morris:
Rauchaussteiger akzeptieren E-Zigaretten

E-Zigaretten und Tabakerhitzer waren bisher als Hilfsmittel zum Rauchausstieg verpönt. Der Dachverband Sucht denkt nun um.

Neben den E-Zigaretten, bei denen Nikotin in einer Flüssigkeit verdampft und anschließend inhaliert wird, verfolgen auch die Hersteller von Tabakerhitzern den Harm Reduction-Ansatz. Bei diesen Geräten wird ein Tabakstäbchen erhitzt, das freigesetzte Nikotin wird im Dampf inhaliert.
Diesen Schritt begründet die DSG damit, dass die E-Zigarette in der Bevölkerung angenommen wird. Deshalb sollten Chancen zur Tabakentwöhnung nicht durch eine "zu umfassende Regulierung des Produkts zunichte gemacht werden."

Zwar sei ein kompletter Rauchstopp nach wie vor das Ziel, schreibt die Gesellschaft. Doch für diejenigen Raucher, die nicht aufhören können oder wollen, gelte es, den Schaden des Tabakabusus zu reduzieren. Harm Reduction nennen die Experten das.

Rauchern kann nun zum Dampfen geraten werden, wenn diese nicht für die üblichen Entwöhnungsmittel wie Beratung, psychotherapeutische Verfahren oder Medikation zu gewinnen sind. Das erklärte Dr. Alexander Nussbaum, Wissenschaftlicher Sprecher des Unternehmens Philip Morris, bei einer vom Unternehmen unterstützten Veranstaltung in Frankfurt.
Im Rauchmaschinentest ergab sich für den Dampf der Tabakerhitzer eine um 90 Prozent geringere Zytotoxizität und eine um 95 Prozent geringere Mutagenität im Vergleich zur herkömmlichen Zigarette (Regul Toxicol and Pharmacol 2016, 81:S27-S47).

Beide Systeme werden von Medizinern zunehmend als weniger schädliche Alternative zum Rauchen vorgezogen, wenn ein Patient für einen kompletten Rauchausstieg nicht zu gewinnen ist. 
https://www.aerztezeitung.de/medizin/kra...etten.html
Antworten
#35
"Risikominimierung" bei Arzneimitteln:
Unter strenge Rezeptpflicht stellen.
"BfArM akzeptiert Urteil
Da aber die Kausalität der meisten Verdachtsfälle fragwürdig war, klagten einige Hersteller und bekamen im Mai 2014 vor dem Verwaltungsgericht Köln Recht. Das Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen bestätigte im Februar 2015 das erstinstanzliche Urteil. Das Gericht teilte zwar die Ansicht des BfArM, dass das Nutzen-Risiko-Verhältnis der verfahrensgegenständlichen Kava-Kava-haltigen Phytopharmaka unter den bisherigen Zulassungs­voraussetzungen ungünstig sei. Jedoch sei der Widerruf nicht gerechtfertigt, da andere Maßnahmen zur Risikominimierung hätten ergriffen werden können – zum Beispiel eine Änderung der Zulassung. Als wichtigste Maßnahme stuft das Gericht hier die Verschreibungspflicht ein. "
https://www.pharmazeutische-zeitung.de/a...-auflagen/
Antworten
#36
Nikotin-Institut
"If a smoker who already carries a risk insists on undiminished tobacco consumption and is not willing to use nicotine replacement products for harm reduction..."
http://www.nikotininstitut.at/Pages/Smok...obacco.htm
Antworten


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste