Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Prof. Bernd Mayer: "Ist Nikotin ein Gift?"
#1
Prof. Bernd Mayer erklärt, weshalb Nikotin bei normalem Konsum kein "Nervengift" ist.
 https://drive.google.com/file/d/0B1XBejPbx-nhSUc3UlozXzB4aGM/view

Nachtrag auf Facebook (Bernd Mayer):
Bernd Mayer
"Ist Nikotin ein Gift? - Nachtrag
Zu dem gestern verlinkten Text habe ich viele positive Rückmeldungen erhalten, aber auch Antworten nach dem Motto "Na ja, das mag wissenschaftlich korrekt sein, aber als Laien können wir sehr wohl giftige und ungiftige Substanzen unterscheiden." Das zeigt, dass meine zentrale Botschaft nicht bei allen angekommen ist. Daher starte ich einen zweiten Versuch mit drei allseits bekannten Stoffen, die ich vorerst mit A, B, und C bezeichne und hinsichtlich typischer Tagesdosis (TD), minimaler letaler Dosis bei einmaliger Verabreichung (LDmin) und dem Quotienten dieser Dosen, dem sogenannten Dose Ratio (DR) vergleiche. Das DR ist ein Maß für die Sicherheit der Anwendung, in leicht modifizierter Form wird dieser Parameter als therapeutische Breite (von Arzneistoffen) bezeichnet.
Substanz A: TD = 5 g, LDmin = 100 g, DR = 20
Substanz B: TD = 0,05 g, LDmin = 1 g, DR = 20
Substanz C: TD = 2 g, LDmin = 8 g, DR = 4
Welche der Substanzen würden wir als Gift bezeichen? Vermutlich würde die Wahl auf C fallen, da bei dieser Substanz der Sicherheitsabstand zwischen der typischen Tagesdosis und der potentiell letalen Dosis am geringsten ist.
Auflösung:
A = NaCl (Kochsalz)
B = Nikotin
C = Paracetamol
Paracetamol (z.B. Mexalen®) ist ein weit verbreitetes, gut wirksames Mittel gegen leichte, nicht-entzündliche Schmerzen, das aufgrund seiner guten Verträglichkeit (im Unterschied zu Aspirin®) auch für schwangere Frauen und Kleinkinder zugelassen ist, allerdings bereits bei vergleichsweise geringer Überdosierung schwere Leberschäden verursacht, die potentiell tödlich sind.
Welche dieser Substanzen ist nun ein "Gift"? Die richtige Antwort könnte ebenso "Alle" wie "Keine" lauten, was offensichtlich Unsinn ist. Dieses Beispiel sollte eigentlich auch Hardcore-Skeptiker überzeugen, dass die Frage, ob ein bestimmter Stoff ein "Gift" sei, unsinnig ist."
https://www.facebook.com/Belidampft/post...0092311238
Antworten
#2
.1 Gift, was ist das?
Sola Dosis venenum facit – allein die Menge macht das Gift.
Philip Aureolus Theophrast Bombast von Hohenheim, besser bekannt als
Paracelsus, stellte mit diesem lateinischen Satzschon vor fast 500
Jahren einen der Grundsätze der Giftkunde auf. Grundsätzlich können
alle dem Organismus zugeführten Stoffe, auch Vitamine, Salze, Zucker
oder Wasser ab einer bestimmten Dosis Schaden anrichten.
Als Gift werden im allgemeinen Stoffe bezeichnet, die Lebewesen über
deren Stoffwechselvorgänge Schadenzufügen. Der Schaden kann
hierbei vorübergehender, dauerhafter oder gar tödlicher Natur sein. Tritt
durch die Gifteinwirkung eine sofortige Schädigung auf, spricht man von
einer akuten Vergiftung. Hält die Gifteinwirkung längerfristig an, spricht
man von einer chronischen Vergiftung. Die Wissenschaft, die sich mit der
Erforschung der Gifte befasst, wird Toxikologie genannt.
https://content.schweitzer-online.de/static/catalog_manager/live/media_files/representation/zd_std_orig__zd_schw_orig/029/362/646/9783865417282_content_pdf_1.pdf
Antworten
#3
Allgemein zum Thema "Giftig oder ungiftig":
2013 BfR
Toxikologische Grenzwerte -
Trennung zwischen giftig und ungiftig
Sinn und Unsinn von Standards
Höchstgehalte (bzw. Grenzwerte)

ADI
(acceptable daily intake) -chronische Risiken
Substanzmenge, die man lebenslang und täglich
ohne erkennbares Gesundheitsrisiko aufnehmen kann (TDI
bei ungewollten Verunreinigungen)

ARfD
(acute reference dosis) –akute Risiken
Substanzmenge, die maninnerhalb eines Tagesohne erkennbares
Gesundheitsrisiko aufnehmen kann.
https://www.dge-niedersachsen.de/downloa...el_BfR.pdf

ADI und ARfD von Nikotin:
Im Jahr 2009 hat die EFSA (Europäische Behörde für Lebens­mittelsicherheit) einen ADI (Akzeptable Tägliche Aufnahmemenge) und eine ARfD (Akute Referenzdosis) von nur 0,0008 mg/kg Körpergewicht festgesetzt.
https://www.galab.de/de/lebensmittel/nikotin.php



Wer somit (theoretisch nach dieser Berechnung) mehr als 0,0008mg/kg Körpergewicht an Nikotin konsumiert,
hat ein gesundheitliches Risiko langfristig gesehen.
Bei einem Erwachsenen mit 70kg wären das mehr als 0,056mg Nikotin pro Tag.
Tabakzigarettennutzer und E-Zigarettennutzer konsumieren im Schnitt jedoch zwischen 20 und 60mg pro Tag und hatten somit (theoretisch) quasi fast alle ein chronisches/langfristiges Risiko.
Bis zu 97% aller E-Zigarettennutzer inhalierten weiter Nikotin (allerdings GLAUBTE die Mehrheit, dass es überwiegend schrittweise komplett entwöhnt wird, da man das Phänomen der sog. "Selbsttitration" bzw. "Nikotinaufnahmeregulation" nicht kannte)
Somit hätten Behörden niemals von tabaklosen Zigaretten "Sicherheit und Unbedenklichkeit" verlangen können.

Vergleich: Alkoholprodukte
Interessant:
"Zum The­ma »Alko­hol« gibt es von der WHO kei­nen ADI-Wert, son­dern ledig­lich eine »ver­mut­lich nicht schä­di­gen­de Ober­gren­ze«."
https://www.weinkenner.de/weinlexikon/a/...ly-intake/



[url=https://www.galab.de/de/lebensmittel/nikotin.php][/url]
Antworten
#4
1860 Ist Koffein ein Gift?
Die Behauptung, Coffein und Theobromin, die stickstoffreichsten Pflanzenstoffe, die wirkennen, seien nich t giftig, sie seien sogar die schätzbarsten Nahrungsmittel, gehört der Neuzeit an. Aber es ist ältere und noch tägliche Erfahrung, dass starker Kaffeegenuss ausgesprochene Hinfälligkeit, Zittern der Extremitäten mit heftigen und unregelmässigen Herzpalpitationen etc. im Gefolge hat und letztere können nach den Lehren der Auscultation und Percussion ein completes weit gediehenes Aneurysma des linken Ventrikels mit Insuffienz der Aortaklappe darstellen. Diese Zufälle steigern sich bis £U Verwirrungen der Sinne, Visionen und Delirien mit beständigem Harndrang. Da alle diese Veränderungen physiologischer Functionen vpm Coffein herrühren, so ist es also, kann man sagen, im Gegensatze zu obiger Behauptung ein Gift.

Auf welcher Seite liegt nun die Wahrheit? Dieses zu erforschen ist zuerst zu wissen, was ein von beiden Theilen gebrauchter Ausdruck, der Begriff „Gift" für einen Gehalt hat.
Es gibt nur zwei Arten allgemeiner Vorstellungen, die problematische Vorstellung ist der Begriff, die apodictische das Gesetz. Ersterer ist nur subjectiv giltig, letzteres nur objectiv und beiße sind für sich allein leer u.ttd nur in ihrer Beziehung aufeinander erhangen sie die allgemeine Giltigkeit der Wahrheit
Der Begriff „Gift" ist zur Zeit ein subjecüver, also leer, es fragt sich daher um sein Gesetz. Das Gesetz der specifi.schen Wechselwirkung ist die eine Bedingung der Selbsterhaltuug des Organismus, die Aufnahme der Nahrungs- und Functionsmittel der Aussenwelt die andere. Demnach konnte was einmal der Qualität nach als Nahrungsmittel erkannt ist, nicht zugleich ein Gift sein, welchem Begriffe der der Schädlichkeit inne wohnt. Es muss also dieser Begriff des Giftes aus der Quantität des Stoffes erklärt werden können, weloher als Gift bezeichnet wird und zwar im Verhältnisse zu den Gesetzen der Selbsterhaltung des Organismus. In dieser Beziehung zeigt sich allerdings, dass alle Nahrungs - und Functionsmittel, schädliche, das heisst, giftige Wirkungen hervorbringen können. Gill ist also ein V e rh ältnissbegriff eben so wie Heilmittel und Nahrungsmittel; denn jede Kraft eines Körpers besteht ursächlich oder wesentlich darin, dass sie den Zustand eines anderen zu verändern strebt, je nachdem ein Verhältniss zwischen beiden stattfindet Weder die Qualität für sich noch die Quantität für sich entscheidet demnach über die Frage, ob ein Stoff der Aussenwell als Nahrungsmittel, oder als Heilmittel, oder als Krankheitsursache, das heisst, als Gift wirke, sondern lediglich seine Qualität und Quantität in ihren Verhältnissen zur physiologischen oder pathologischen Form der Wechselwirkung eines Organismus. Der qualitativen Urtheilsform nach können daher Beide Recht haben, sowohl der, der behauptet, Coffein sei Gift, als der, der ihm diese Eigenschaft abspricht; aber beide dachten dabei nicht weiter, als ihre Nase reicht
Wollen wir uns aber ein Urtheil bilden, so müssen wir, wie gesagt, zuvor die gegebenen Vorstellungen mit allen Urtheilsformen vergleichen, nach Qualität, Quantität, Relation und Modalität.
Der Wein kann ebenfalls, wie Coffein, der Modali tat nach bald Gift, bald Genuss-, bald Heilmittel sein. Bei gleicher Q u alität kann dasselbe Quantum Wein in seiner Relation zu dem Organismus eines Diabetikers zum unschätzbaren Heilmittel dienen, während es im Verhältnisse zu einem andern Organismus so sehr als Gift auftritt, dass es denselben apoplectisch zu Boden schlägt Gift ist aiso ein relativer Begriff und kein wissenschaltlicher; er bedeutet nur die schädliche Quantität einer beliebigen Qualität Das ist der ganze Witz in dem einfältigen Streite um Gift und nicht Gift.
Wer noch nicht einmal über solche Begriffe ins Klare gekommen ist, möge es unterlassen, über Therapie zu sprechen.

https://books.google.de/books?pg=PA147&d...utput=text
Antworten
#5
1860 Ist Koffein ein Gift?
Die Behauptung, Coffein und Theobromin, die stickstoffreichsten Pflanzenstoffe, die wirkennen, seien nich t giftig, sie seien sogar die schätzbarsten Nahrungsmittel, gehört der Neuzeit an. Aber es ist ältere und noch tägliche Erfahrung, dass starker Kaffeegenuss ausgesprochene Hinfälligkeit, Zittern der Extremitäten mit heftigen und unregelmässigen Herzpalpitationen etc. im Gefolge hat und letztere können nach den Lehren der Auscultation und Percussion ein completes weit gediehenes Aneurysma des linken Ventrikels mit Insuffienz der Aortaklappe darstellen. Diese Zufälle steigern sich bis £U Verwirrungen der Sinne, Visionen und Delirien mit beständigem Harndrang. Da alle diese Veränderungen physiologischer Functionen vpm Coffein herrühren, so ist es also, kann man sagen, im Gegensatze zu obiger Behauptung ein Gift.

Auf welcher Seite liegt nun die Wahrheit? Dieses zu erforschen ist zuerst zu wissen, was ein von beiden Theilen gebrauchter Ausdruck, der Begriff „Gift" für einen Gehalt hat.
Es gibt nur zwei Arten allgemeiner Vorstellungen, die problematische Vorstellung ist der Begriff, die apodictische das Gesetz. Ersterer ist nur subjectiv giltig, letzteres nur objectiv und beiße sind für sich allein leer u.ttd nur in ihrer Beziehung aufeinander erhangen sie die allgemeine Giltigkeit der Wahrheit
Der Begriff „Gift" ist zur Zeit ein subjecüver, also leer, es fragt sich daher um sein Gesetz. Das Gesetz der specifi.schen Wechselwirkung ist die eine Bedingung der Selbsterhaltuug des Organismus, die Aufnahme der Nahrungs- und Functionsmittel der Aussenwelt die andere. Demnach konnte was einmal der Qualität nach als Nahrungsmittel erkannt ist, nicht zugleich ein Gift sein, welchem Begriffe der der Schädlichkeit inne wohnt. Es muss also dieser Begriff des Giftes aus der Quantität des Stoffes erklärt werden können, weloher als Gift bezeichnet wird und zwar im Verhältnisse zu den Gesetzen der Selbsterhaltung des Organismus. In dieser Beziehung zeigt sich allerdings, dass alle Nahrungs - und Functionsmittel, schädliche, das heisst, giftige Wirkungen hervorbringen können. Gill ist also ein V e rh ältnissbegriff eben so wie Heilmittel und Nahrungsmittel; denn jede Kraft eines Körpers besteht ursächlich oder wesentlich darin, dass sie den Zustand eines anderen zu verändern strebt, je nachdem ein Verhältniss zwischen beiden stattfindet Weder die Qualität für sich noch die Quantität für sich entscheidet demnach über die Frage, ob ein Stoff der Aussenwell als Nahrungsmittel, oder als Heilmittel, oder als Krankheitsursache, das heisst, als Gift wirke, sondern lediglich seine Qualität und Quantität in ihren Verhältnissen zur physiologischen oder pathologischen Form der Wechselwirkung eines Organismus. Der qualitativen Urtheilsform nach können daher Beide Recht haben, sowohl der, der behauptet, Coffein sei Gift, als der, der ihm diese Eigenschaft abspricht; aber beide dachten dabei nicht weiter, als ihre Nase reicht
Wollen wir uns aber ein Urtheil bilden, so müssen wir, wie gesagt, zuvor die gegebenen Vorstellungen mit allen Urtheilsformen vergleichen, nach Qualität, Quantität, Relation und Modalität.
Der Wein kann ebenfalls, wie Coffein, der Modali tat nach bald Gift, bald Genuss-, bald Heilmittel sein. Bei gleicher Q u alität kann dasselbe Quantum Wein in seiner Relation zu dem Organismus eines Diabetikers zum unschätzbaren Heilmittel dienen, während es im Verhältnisse zu einem andern Organismus so sehr als Gift auftritt, dass es denselben apoplectisch zu Boden schlägt Gift ist aiso ein relativer Begriff und kein wissenschaltlicher; er bedeutet nur die schädliche Quantität einer beliebigen Qualität Das ist der ganze Witz in dem einfältigen Streite um Gift und nicht Gift.
Wer noch nicht einmal über solche Begriffe ins Klare gekommen ist, möge es unterlassen, über Therapie zu sprechen.

https://books.google.de/books?pg=PA147&d...utput=text
Antworten
#6
1938
Ist Koffein ein Gift?
"Das Koffein ist das Arcaneum, der wirksame Stoff der Kaffeebohne.
Es ist kein Gift schlechtweg. Man muss es nur dosieren.
Gehet hin und tuet danach"
https://books.google.de/books?id=huEWAAA...wQ6AEIMDAB
Antworten
#7
1Einleitung1.1 Gift, was ist das?
Sola Dosis venenum facit – allein die Menge macht das Gift.Philip Aureolus Theophrast Bombast von Hohenheim, besser bekannt alsParacelsus, stellte mitdiesem lateinischen Satzschon vor fast 500Jahren einen der Grundsätze der Giftkunde auf. Grundsätzlich könnenalle dem Organismus zugeführten Stoffe, auch Vitamine, Salze, Zuckeroder Wasser ab einer bestimmten Dosis Schaden anrichten.Als Gift werden im allgemeinen Stoffe bezeichnet, die Lebewesen überderen Stoffwechselvorgänge Schadenzufügen. Der Schaden kannhierbei vorübergehender, dauerhafter oder gar tödlicher Natur sein. Trittdurch die Gifteinwirkung eine sofortige Schädigung auf, spricht man voneiner akuten Vergiftung. Hält die Gifteinwirkung längerfristig an, sprichtman von einer chronischen Vergiftung. DieWissenschaft, die sich mit derErforschung der Gifte befasst, wird Toxikologie genannt
https://content.schweitzer-online.de/sta..._pdf_1.pdf
Antworten
#8
1Einleitung1.1 Gift, was ist das?
Sola Dosis venenum facit – allein die Menge macht das Gift.Philip Aureolus Theophrast Bombast von Hohenheim, besser bekannt alsParacelsus, stellte mitdiesem lateinischen Satzschon vor fast 500Jahren einen der Grundsätze der Giftkunde auf. Grundsätzlich könnenalle dem Organismus zugeführten Stoffe, auch Vitamine, Salze, Zuckeroder Wasser ab einer bestimmten Dosis Schaden anrichten.Als Gift werden im allgemeinen Stoffe bezeichnet, die Lebewesen überderen Stoffwechselvorgänge Schadenzufügen. Der Schaden kannhierbei vorübergehender, dauerhafter oder gar tödlicher Natur sein. Trittdurch die Gifteinwirkung eine sofortige Schädigung auf, spricht man voneiner akuten Vergiftung. Hält die Gifteinwirkung längerfristig an, sprichtman von einer chronischen Vergiftung. DieWissenschaft, die sich mit derErforschung der Gifte befasst, wird Toxikologie genannt
https://content.schweitzer-online.de/sta..._pdf_1.pdf
Antworten
#9
Beispiel Bier/Alkohol:
1858
Mit umgehender Post bereits erhielt ich unfrankirt die Gedichte zurück; übrigens „Bier ist Gift!“ wolle sich ein junger Verleger, der eben erst beginne, näher ansehen. Das gab nicht wenig Gelächter in unserm Casino
"In Berlin macht eine geistreiche Broschüre "Bier ist Gift" ungeheueres AUfsehen"
Den Umschlag zierte ein Totenkopf
"nicht Bier, sondern Unwissenheit ist Gift"
"Nicht Bier, sondern Kaffee ist wirklich Gift! Keine Ironie, leider nur zu sehr ernst"
https://books.google.de/books?id=x8Qjrmk...ft&f=false
1864 "schädliche Zusatzstoffe, Aromen"
Das Bier als deutsches Nationalgetränk und seine Wirkungen als Heilmittel ...
von C. H. F. Hartmann
Wenn nun Gegner sagen: „Bier ist Gift", so haben sie beziehungsweise Recht;
1....durch giftige Zusätze
2. aber auch in Bezug auf den absolut, oder relativ zu starken und auf den, durch das ZUviel, unzweckmäßigen Biergenuss
3. wenn man due auf den ersten Blick unschuldige Verdünnung des Bieres durch Zusatz reinen Brunnenwassers anklagt, weil dadurch ein zu starker narkotischer Theil absorbiert werde.
Im übrigen wirkt das Bier auch als Respirationsmittel; es führt dem Körper SToffe zu, welche duch den AThmungsprozess im Körper zu Verbindungen übergeführt werden, bei deren Bildung Wärme frei bleibt, ein Prozess, der durch jedes ALkohol enthaltene Getränk und durch jede stickstofflose Nahrung unterhalten wird, und die EIgenwärme des Körpers unterstützt.
Wer soll denn nun aber oder kann wenigstens unbeschadet seiner GEsundheit Bier trinken und wer nicht?
ANtwort: Erfahrungsgemäß bekommen alle geistigen Getränke de, gereiften ALter am besten. Der Jüngling bis zu seiner Pupertät soll nur Wasser trinken.
Aber auch derjenige, der den ganzen Tag sitzt, viele feste Speisen geniesst, nur wenig im Freien athmet, meistens nur STubenluft, nur sehr wenig Bier mit Vortheil für seine Gesundheit zu sich nehmen dürfen und zwar nur als anregendes Mittel bei fortdauernder Geistesthätigkeit. Doch auch in solchen Verhältnissen läßt es sich recht gut entbehren und durch Trinkwasser ersetzen, an dessen Genuss man sich bei gutem WIllen überhaupt leicht gewöhnen kann.
Ferner da der Genuss eines geistigen Getränkes den Pulsschlag animiert, so werden es alle diejenigen Personen zu meiden, oder nur in ganz kleiner Quantität zu geniessen haben, denen jede raschere Bludbewegung, jede vermehrte Erregung des Herzens nachtheilig ist, und in diese Kategorie gehören besonders: Herzkranke, Lungenleidende und Personen, die Neigung zu Schlagflüssen haben.
Wieviel trinken?
2-3 Seidel (5% ALkohol)
Wer aber 6 und mehr Seidel starkes Bier in der selben Zeit trinkt, dürfte schon unter die sogenannten "Trinker" gerechnet werden.
Wo trinken?
Jeder halbwegs vernünftige Mensch wird sich leicht sagen, dass der verbreitete Aufenthalt in niedrigen überfüllten, durch Tabakrauchen und Zigarrendampf gefüllten Localen der Gesundheit nicht zuträglich sein kann.
https://books.google.de/books?id=O7E-AAA...ft&f=false
Antworten


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste