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Vorsicht: Risikogruppen und Nikotinkonsum
#1
Bei Bloggern macht sich immer mehr Euphorie breit:
„Die E-Zigarette schadet nicht und macht viele zu Nichtraucher!!“

Risikogruppen werden hier leider komplett vergessen in Sachen Nikotinkonsum.
Bei einigen Personengruppen gibt es noch Unsicherheiten bei dauerhaftem Nikotinkonsum und dementsprechend sollten sie Nikotin vorsichtshalber meiden. Das betrifft vor allem Schwangere, Herz-Kreislauf-Erkrankte, sowie Krebspatienten.
Ich habe nun bereits mehrfach in Communities von Schwangeren oder Herz- bzw. Krebserkrankten E-Zigarettennutzern gelesen, dass sie ihrem Arzt nur sagen, dass sie nun Nichtraucher sind bzw. nicht mehr rauchen. Die weitere Nikotininhalation per Dampf haben sie verschwiegen:
„Das geht den doch nichts an! Ich bin Nichtraucher – basta!“

Wieder andere aus diesen Risikogruppen sind der Meinung, dass sie doch nur noch ganz wenig Nikotin inhalieren (z.B. 3mg) und das sei schliesslich nicht mehr der Rede wert. Dabei ist ihnen nicht klar, dass sie überwiegend noch die gleichen Nikotinwerte im Blut haben werden, wie zu Tabakzigaretten-Zeiten. Sie vergleichen Nikotindampf gedanklich mit einem Nicoretteprodukt, mit dem man das Nikotin schrittweise entwöhnen kann durch Umstieg auf geringere Nikotinstärken.
„Inhalierbare Nikotinwolken“ sind aber keine abgeschlossene Einheit wie ein Nikotinpflaster, sondern der Konsument passt sein Inhalierverhalten der Nikotinlieferung automatisch an. In Studien konnte inzwischen nachgewiesen werden, dass praktisch alle noch ähnliche Nikotinwerte im Blut haben wie zu Tabakzigaretten-Zeiten, egal ob jemand 3mg oder 24mg Nikotinliquids verwendet. Das Phänomen nennt man in der Wissenschaft „Nikotinaufnahmeregulation“ bzw. „Selbsttitration“.

„Nikotin ist nicht schädlicher als Koffein – bei Gesunden“

Diese erfreuliche Erkenntnis setzt sich richtigerweise nun immer mehr durch und das gilt für gesunde Erwachsene, aber selbst bei Koffeinkonsum rät man z.B. Schwangeren, nicht mehr als 200mg am Tag zu konsumieren – das entspricht ca. 3-4 Tassen Kaffee (Quelle: https://www.netdoktor.de/schwangerschaft...gerschaft/)
Einem E-Zigarettennutzer mit frischem Herzinfarkt wurde in einer FB-Gruppe erklärt, dass Nikotin ja nicht schade und er problemlos mit Nikotin weiterdampfen kann. Hier wird wieder Halbwissen verbreitet. Deswegen der dringende Rat an alle Blogger, diesen Warnhinweis für Risikogruppen in ihre Aufklärungsarbeit zu Nikotinkonsum mit einzubauen:
Bei Schwangeren, Herz- Kreislauf- und Tumorpatienten gibt es noch Unsicherheiten in Sachen “Nikotinsicherheit”. Das müssen die umgestiegenen Raucher wissen.

Information statt Bevormundung

Das wichtigste Werkzeug, um für sich selbst eine Entscheidung treffen zu können, ist die Information. Durch den Hinweis, dass Nikotinkonsum bei Risikogruppen noch ein gewisses Gefahrenpotential vorhanden ist, werden mündige Bürger informiert und vor allem die Risikogruppen können dann für sich entscheiden, ob sie weiter Nikotin inhalieren möchten oder doch sicherheitshalber gleich zur nikotinfreien Liquidvariante greifen. 
Auf alle Fälle sollten sie ihren Arzt davon immer in Kenntnis setzen.

Eine pauschale Aussage wie z.B. „Ich rauche nicht mehr“ und das Verschweigen des fortgeführten Nikotinkonsums könnte in diesen Fällen schwerwiegende Folgen haben.
Zitat Prof. Bernd Mayer (zu Risikogruppen ab ca. 38. Min.):
„Wenn es um Leben oder Tod geht – ich würde es (Nikotin) weglassen“

Bitte teilt diesen Beitrag in allen euch bekannten Communities und sendet ihn an Blogger, damit diese wichtigen Infos schneller an alle Betroffenen kommen.
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