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Timeline Tabakwerbung und Forderungen nach Werbeverboten
#1
Timeline zu Tabakwerbung und Tabakwerbeverboten



Hier einmal eine kleine History u.a. rund um geforderte Werbeverboten - und deren festgestellte "Wirkung" in Sachen angestrebte Eindämmung des Zigarettenkonsums:
Sie haben keine.
Mit eingefügt habe ich bisherige durchgeführte Maßnahmen zu Warnhinweisen und Deklaration der Inhaltsstoffe auf Packungen und die bisher gemachten Erkenntnisse.



17. Dezember 1941
Werbebeschränkungen gefordert:
-Tabakwerbung darf nicht an Frauen, Jugendliche gerichtet werden, keinen Bezug auf Sportlichkeit, mit Hinweis auf "nikotinarm" darf nicht zu Mehrkonsum anregen, keine Werbefilme, keine ANzeigen, keine Werbung an Haltestellen, öffentlichen Einrichtungen, keine Postwurfsendungen, etc.
Quelle: "Blitzkrieg gegen den Krebs " von Robert Proctor (int. anerkannter Tabakindustrie-Historiker)

https://books.google.de/books?id=W30ZMXv...bs&f=false


17. Dezember 1953
 Angabe von Nikotin- und Teergehalt auf Packungen sind unerlaubte  "Health Claims"
Federal Trade Commission
Keine Werbung mit "Health Claims" erlaubt - man soll nicht annehmen können, dass eine bestimmte Zigarettensorte einen gesundheitlichen Nutzen hätte
https://www.industrydocumentslibrary.ucs...d=kfph0147

1953 Werbung
"Low in nicotine - highest in quality"
https://www.industrydocumentslibrary.ucs...d=mjgl0037
Hier wurde noch Nikotin als "Hauptgift" deklariert:
Ist es kaum da, sind Zigaretten weniger schädlich...
Vergleich 1941 - mit nikotinarm werben darf nicht zu Mehrkonsum anregen.

01. Januar 1954
"Nicotine can kill you!"
https://www.industrydocumentslibrary.ucs...d=nqxm0080
Werbung für Tabletten als "Nikotinersatz" zur Raucherentwöhnung.


09. Oktober 1962 Mögliche Werbeverbote
Am 9. Oktober 1962 schrieb Dr. Thomas Carlile, der damalige Präsident der Gesellschaft, einen Brief an 100 Präsidenten der Universitäten und Universitäten, in dem er auf die Beziehung zwischen Zigarettenrauchen und Gesundheit aufmerksam machte. Er sagte zum Teil:
"Während das Rauchen für Erwachsene eine Frage der individuellen Entscheidung ist, ist die American Cancer Society beunruhigt über die Bemühungen, die die Werbetreibenden von Zigaretten unternehmen, um ein für junge Leute günstiges Meinungsklima für Zigaretten zu schaffen Zigaretten - Zigarettenrauchen bei Sportlern, mit Raffinesse, Abenteuer, Romantik und Jugend.
http://www.smokershistory.com/64sgilc.htm

1962:
Werbung für "nikotinarm"
Jede vierte in Westdeutschland verkaufte Zigarette ist überdies "im Rauch nikotinarm"" ein Prädikat, das die Tabakwerber erstmals 1962 einsetzten.
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-41558798.html
(siehe 1941 - Werbung für nikotinarme Zigaretten durfte nicht zu Mehrkonsum anregen!)

27. Juli 1965
Warnhinweise müssen auf Zigarettenpackungen/Kennzeichnung

Federal Cigarette Labeling and Advertising Act of 1965 (Public Law 89–92)
https://www.govinfo.gov/content/pkg/STAT...-Pg282.pdf


Anfang 1967
 Warnhinweise verpflichtend, Werbung sollte verboten werden
"Alles, was die Bonner Bewahrer der Volksgesundheit unter ihrer ausrangierten Chefin Elisabeth Schwarzhaupt erreichen konnten: Auf ihre Bitten erklarte sich der Verband der Cigarettenindustrie im vergangenen Jahr bereit, keine Werbung, mehr zu machen, die speziell Jugendliche anspricht. (Und trotzdem raucht jeder zweite Jugendliche zwischen 14 und 21 JahrenSmile Werbung, die Gesundheit verspricht. !st ebenfalls verboten."
https://www.industrydocuments.ucsf.edu/t...d=lqjy0124

23. Oktober 1967
Warnhinweise bringen nichts, um Leute von Nikotinkonsum abzuhalten - Verkaufszahlen stiegen sogar.
Werbeverbote geplant:
"Kennedy hat die amerikanische Zigaretten-Industrie im Visier.
Seit dem ersten "Terry-Report" von 1964 über die Zusammenhänge zwischen Zigarettenrauchen und Lungenkrebs hat sich die Industrie an scharfe Angriffe gewöhnt. Sie hat auch gelernt, mit dem gesetzlich vorgeschriebenen Packungsaufdruck "Vorsicht, Zigarettenrauchen kann für Ihre Gesundheit gefährlich sein" zu leben. Ihre Umsätze stiegen weiter; im vergangenen Jahr rauchten die Amerikaner 545 Milliarden Zigaretten, fast sieben Prozent mehr als im Terry-Jahr 1964."
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46197099.html

1967 Baldiges Ende der Zigarette wird angekündigt
1967 hatte die WHO in New York eine amerikanisch dominierte „Weltkonferenz zu Rauchen und Gesundheit“ abgehalten2 – da lag der Tabakkonsum in den USA doppelt so hoch wie in Deutschland. Hauptredner war ein bekennender Pfeifenraucher, der US-Sanitätsinspekteur Luther L. Terry. Gestützt auf seine vielbeachtete Metastudie, den „Terry-Report“, warnte er vor beträchtlichen Gesundheitsrisiken, voran dem Lungenkrebsrisiko, durch die „Angewohnheit“ des Zigarettenrauchens und kündigte das baldige Ende der Ära der Zigarette an.
https://www.novo-argumente.com/artikel/d...mZ-TUDrMPU

Mai 1968
u.a. Warnhinweise bringen nichts; Gesundheitsminister gegen Werbeverbot
"Sie können ihr Bein behalten oder ihre Zigaretten" (1967)"
Die bisher - nach Veröffentlichung des Terry-Reports" im Jahre 1964 - ergriffenen Maßnahmen waren nahezu wirkungslos verpufft.
 In einem Mitte 1967 vorgelegten Bericht kommt die Federal Trade Commission (FTC) zu dem Schluß: „Es gibt keinerlei Anzeichen, dafür, daß die Warnung auf den Zigarettenpackungen irgendeine Wirkung gehabt hat."
Daß die Zigarettenindustrie dem Warndruck auf ihren Erzeugnissen überhauptzustimmte, hat, so vermutet das US-Verbraucher-Magazin Consumer Reports, plausible Grunde : "Hinter diesem Schild kann sie Schadenersatzansprüche von Zigarettenopfern mit dem Argument abwehren, rechtzeitig vor den Gefahren des Rauchens gewarnt zu haben."
Bonns Gesundheitsministerin Käte Strobel hält nichts von Verboten und Be-
schränkungen:
-Mit einem Verbot von Zigarettenwerbung in Funk und Fern-
sehen und in Zeitungen ist der Tabakwarenkonsum nicht einzudämmen.
http://legacy.library.ucsf.edu/tid/gmi81...nikotin%22

07. April 1970 Warnhinweise bringen nichts
Verband der Cigarettenindustrie:
"Bei uns wurde Nikotin schon lange entschärft"
Auch Preiserhöhungen als Mittel zur Dämmung des Konsums hätten bisher in den meisten Fällen zu keinem gewünschten Erfolg geführt.
Der Warnaufdruck in den USA (1967) brachte keinen Rückgang des Zigarettenkonsums. Von 1969 auf 1970 sei vielmehr ein weiterer Anstieg festzustellen"
 http://legacy.library.ucsf.edu/tid/smq74...nikotin%22

1973
Tabakkonzern Reynolds für Warnhinweise, um Zigaretten für Jugendliche attraktiver zu machen:
„Die Kontroverse um Rauchen und Gesundheit
erscheint Jugendlichen nicht wichtig, weil man
mit 18 psychologisch gesehen unsterblich ist.
Zudem: Wenn der Wunsch, ein Draufgänger zu sein,
Teil der Motivation ist, mit dem Rauchen anzufangen,
machen immer wieder betonte Risiken das Rauchen
attraktiv. Schließlich: Wenn Erwachsene gegen
das Rauchen predigen, bringt gerade das Anti-Gefühl
Jugendliche dazu, erst recht zu rauchen. Eine neue
Marke für die junge Zielgruppe sollte daher in keiner
Weise als „Gesundheitsmarke“ beworben werden und
stattdessen vielleicht eher sogar Risiko transportieren.
In diesem Sinne könnten Warnhinweise auf Zigaretten-
schachteln durchaus von Vorteil sein.
https://www.dkfz.de/de/tabakkontrolle/do...e_2010.pdf

8. August 1975 Warnhinweise stören Tabakkonzerne nicht
Gesundheitsministerin für abschreckende Bezeichnungen bei Zigaretten
"Und neuerdings plant nun Gesundheitsministerin Katharina Focke einen neuen Coup gegen die Zigarette: Die tabakrechtlichen Bezeichnungsvorschriften sollen neu geregelt werden und nach Möglichkeit so, daß sie abschreckend wirken.
Die deutsche Zigarettenindustrie, die im wesentlichen aus fünf großen Tabakkonzernen besteht, beobachtet die Pläne für eine novellierte Zigarettenbestimmung mit Unbehagen. Denn sie hat sich an die Tabakverordnung von 1936 inzwischen bestens gewöhnt: In ihrem Bemühen um immer leichtere Zigaretten kreierte sie schließlich neue Marken, die mit der Aufschrift „Im Rauch nikotinfrei“ den Eindruck erweckten, als enthielten sie überhaupt kein Nikotin mehr.
Rechtlich ist gegen solche Bezeichnungen nichts einzuwenden, denn die Vorschriften aus dem Jahre 1939 erlauben die Bezeichnung „nikotinfrei“, wenn in den Zigaretten nicht mehr als 0,1 Prozent des giftigen Nikotins enthalten sind. Gleichwohl fanden Verbraucherverbände und das Gesundheitsministerium solche Aufschriften verwirrend und drängen auf Änderung.
Kennzeichnung - Warnhinweise wirken nicht
Weniger Kummer als der mögliche Verzicht auf die werbewirksame Kennzeichnung bereitet den Tabaklobbyisten die gleichfalls geplanten Warnaufdrucke auf den Zigarettenpackungen. Untersuchungen in Amerika, aber auch in anderen Ländern, in denen Warnaufdrucke vorgeschrieben sind, haben nämlich gezeigt, daß die einschlägigen Abschreckungshinweise beim Raucher keine Dauerwirkung erzeugen.
Aus diesen Gründen neigen die Bonner Rauchexperten dazu, die Zigarettenproduzenten künftig zu zwingen, auf den Packungen genaue Angaben über die enthaltenden Schadstoffe zu machen. Über Einzelheiten solch differenzierter Warnung ist bisher freilich mit der Industrie noch nicht gesprochen worden.
Wie immer auch die Raucher künftig verschreckt werden, ob von der Zigarettenindustrie freiwillig oder durch gesetzlichen Zwang: Ein totales Rauchverbot aus Bonn wird es kaum geben. Dafür dürfte schon der Finanzminister sorgen. Denn am Gesamtumsatz der Tabakbranche von 14,4 Milliarden Mark verdient er immer noch am meisten – 8,7 Milliarden aus der Tabaksteuer und 1,4 Milliarden Mark aus der Mehrwertsteuer.
http://www.zeit.de/1975/33/kampf-gegen-den-qualm

16. Januar 1980
u.a. Warnhinweise und Inhaltsangaben auf Zigarettenpackungen geplant
Unterrichtung durch die Bundesregierung

Keiner beabsichtigt, mündige Bürger zu gängeln und gesundheitsgerechtes Verhalten durch Gesetze oder Auflagen zu erzwingen. Es muB das Ziel sein, Einsicht und Kritik zu wecken.
die Herstellung weniger schädlicher Zigaretten zu fördern; Warnhinweise und Inhaltsangaben auf den Zigarettenpackungen vorzuschreiben und ein Verzeichnis der auf dem Markt befindlichen Zigaretten mit Angabe der jeweiligen Mengen von Rauchinhaltsstoffen zu veröffentlichen [Empfehlung 716 (1973)1.
https://www.industrydocumentslibrary.ucs...d=msfp0092

01. Oktober 1981:

Warnhinweise einführen, einzelne Substanzen auflisten bringt nichts
"Rauchen gefährdet Ihre Gesundheit"
https://www.industrydocuments.ucsf.edu/t...d=yzyb0131



1982 Warnhinweise wurden eingeführt
Kennzeichnung/Warnhinweise auf Zigarettenpackungen werden eingeführt, um Rauchern die Gesundheitsschädlichkeit des Nikotinkonsums vor Augen zu führen.
https://www.industrydocumentslibrary.ucs...d=jsgb0107


25. April 1985 Anhörung im Bundestag
Die Zigarette soll entschärft werden (1985)/Warnhinweise/Kennzeichnung wirkungslos:
Der Toxikologe Remmer ergänzte, Filter und "Leichte"
reichten nicht aus; In einer Forschung
von Grund auf solle die Tabakwaren-
Industrie eine Zigarette entwickeln, die
nur noch Nikotin und Geschmackstoffe
mit niedriger Toxizitit enthielten. Es müsse so viel wie möglich von den
Schadstoffen aus der Zigarette herausgezogen werden...
Professor Schmähl vom Deutschen Krebsforschungszentrum hielt das jedoch
für falsch, der Zigaretten-Industrie heute eine «Nikotin-Zigarette" zu emp-
fehlen. So lange nicht geklärt ist, ob Nikotin an Gefäßerkrankungen maßgeblich beteiligt sei oder nicht könne nicht einer Nikotin-Zigarette das Wort geredet werden.
...Ferdinand Schmidt:
Der warnende Aufdruck auf den Zigaretten-Packungen „Der Bun-
desgesundheitsminister: Rauchen gefährdet ' Ihre Gesundheit" habe prak-
tisch keine Wirkung.
http://legacy.library.ucsf.edu/tid/zpe86...nikotin%22

April 1992 Koalition gegen das Rauchen fordert totales Werbeverbot

1992 wurde eine „Koalition gegen das Rauchen“ als Aktionsbündnis und Interessensgemeinschaft gebildet. Mitwirkende waren u.a. die Bundesärztekammer, die Deutsche Krebsgesellschaft sowie die Deutsche Krebshilfe. Rund 80 Organisationen, Verbände und Vereinigungen in allen Bundesländern engagierten sich in der Anfangszeit mit der Zielsetzung, ein totales Werbeverbot für Tabak und Zigaretten in der Bundesrepublik zu erreichen.
Im Jahr 2003 ging aus der „Koalition gegen das Rauchen“ der heutige Verein hervor. Die Organisation wird seit März 2016 von der Ärztin und Gesundheitspolitikerin Martina Pötschke-Langer geführt, die bis August 2016 als Expertin für Tabakprävention und Tabakkontrolle am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg wirkte.
Aktionspartner
Im ABNR sind folgende Organisationen nach alphabetischer Listung vertreten:
    Ärztlicher Arbeitskreis Rauchen und Gesundheit, München
    Bundesärztekammer, Berlin
    Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung, Bonn
    Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen, Hamm
    Deutsche Herzstiftung, Frankfurt am Main
    Deutsches Krebsforschungszentrum, Heidelberg
    Deutsche Krebsgesellschaft, Berlin
    Deutsche Krebshilfe, Bonn
    Deutsche Lungenstiftung, Hannover
    Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin, Marburg
    Deutsche Gesellschaft für Kardiologie, Düsseldorf
https://de.wikipedia.org/wiki/Aktionsb%C...chtrauchen
abnr:
"Vorläufer des ABNR war die im April 1992 gegründete "Koalition gegen das Rauchen". Damals schlossen sich in Bonn 80 Organisationen, Verbände und Vereinigungen mit der Zielsetzung zusammen, die wissenschaftlichen Erkenntnisse über die Schädlichkeit des Rauchens politisch umzusetzen und den Schutz vor Passivrauchen gesetzlich zu verankern."
http://www.abnr.de/profil/das-aktionsbue...htrauchen/


11. November 2002
Zigarettenbezeichnung wie z.B. "Light" werden verboten:
Lightzigaretten genauso schädlich wie Normale - Irreführung der Verbraucher

Der Bundesrat hat beschlossen die Tabakprodukt-Verordnung zu verschärfen. So sollen künftig Zigarettenbezeichnungen wie "leicht", "ultraleicht", "mild", "niedriger Teergehalt" verboten werden, da sie den Eindruck erwecken, weniger schädlich als andere Tabakprodukte zu sein.
https://webcache.googleusercontent.com/s...clnk&gl=de

2003 "Social Report BAT"
Pötschke-Langer glaube, Tabakwerbeverbot, Kennzeichnung der Inhaltsstoffe wären

wirksame Maßnahmen
"In diesem Brief hatte Frau Dr. Pötschke-Langer
BAT unter anderem vorgeworfen, bisher alle als
wirksam nachgewiesenen Maßnahmen zur Präven-
tion des Cigarettenrauchens abzulehnen,
namentlich: ein umfassendes Tabakwerbeverbot,
Tabaksteuererhöhungen, den Abbau der Cigaret-
tenautomaten, einen umfassenden Nichtraucher-
schutz am Arbeitsplatz und in öffentlichen Räu-
men, die Deklarationspflicht von Inhaltsstoffen im
Cigarettenrauch mit vollständigen Verbraucherin-
formationen über Wirkungen und Nebenwirkungen
der Inhalts- und Zusatzstoffe von Cigaretten sowie
eine Vergrößerung der Warnhinweise auf Verpa-
ckungen."
http://webcache.googleusercontent.com/se...clnk&gl=de



2003
Neue Warnhinweise auf Zigarettenpackungen:

„Rauchen fügt Ihnen und den Menschen in Ihrer Umgebung erheblichen Schaden zu“ prangt seit 2003 auf Zigarettenschachteln.
http://webcache.googleusercontent.com/se...clnk&gl=de


1. Oktober 2003 Warnhinweise in EU vorgeschrieben
Seit dem 1. Oktober 2003 sind in allen Mitgliedstaaten der Europäischen Union und in der Schweiz deutlich sichtbare Warnhinweise auf beiden Breitseiten jeder Zigarettenpackung vorgeschrieben.
https://de.wikipedia.org/wiki/Zigarettenpackung

1. Januar 2004
Kohlenmonoxid wird erstmals auf Verpackungen angegeben
https://www.dkfz.de/de/tabakkontrolle/do...Wiebel.pdf


31. Juli 2005 EU Werbeverbot - jedoch kein totales Werbeverbot
Bereits seit dem 31. Juli 2005 ist in den EU-Ländern Tabakwerbung in Printmedien, Rundfunk und Internet verboten. Das gleiche gilt für Sponsoring von grenzübergreifenden Kultur- und Sportveranstaltungen. In Kinos und auf Anzeigentafeln darf aber auch weiterhin für Zigaretten geworben werden
https://www.medizin.de/ratgeber/raucherentwoehnung.html
Nur die vergleichsweise günstigen Werbemöglichkeiten wurde verboten...kleinere finanzschwächere Anbieter hatten ab da kaum noch Möglichkeit, ihre Produkte bei einer breiteren Öffentlichkeit zu bewerben.

Juli 2009 Warnhinweise für Liquids gefordert wegen Nikotin
Nicotinliquids sind mit Warnhinweisen zu versehen, die den Verbraucher
unmissverständlich auf die gesundheitlichen Gefahren von Nicotin hinweisen.
Die toxischen Eigenschaftenvon Nicotin als starkem Nervengift werden noch als eigenständiger Faktor gewürdigt.
https://www.deutsche-apotheker-zeitung.d...egulierung

16. Dezember 2011 WArnhinweise gefordert für Liquids wegen Nikotin
Die Techniker Krankenkasse (TK) forderte Warnhinweise für die flüssigen Nikotinkonzentrate. "Nikotin ist ein Nervengift und ein Suchtmittel. Deshalb gehören Warnhinweise auf die Liquid-Fläschchen", sagte eine Sprecherin des NRW-Verbands. Es handele sich ganz klar nicht um ein "gesundes" Rauchen, wie es aufhörwilligen Rauchern gerne suggeriert werde. "Der Nikotinkonsum bei einer E-Zigarette ist mindestens genauso hoch wie beim herkömmlichen Glimmstängel."
Wegen der unklaren Datenlage könnten sich Verbraucher nicht darauf verlassen, dass E-Zigaretten gesundheitlich unbedenklich seien, erklärte Martina Pötschke-Langer vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ).
https://www.stern.de/gesundheit/warnung-...41602.html

13. Dezember 2012
EU: Warnhinweise gefordert in grosser Bildform - Tabakhersteller zittern

Niederlage für die Tabak-Lobby: Künftig sollen auch in Europa Schockbilder und riesige Warnhinweise vom Rauchen abhalten oder befreien. Menthol- und Slim-Zigaretten will die EU gleich ganz verbieten.
Tabakhersteller zittern vor den geplanten Vorschriften: Sie schränken die Unterscheidbarkeit von Zigaretten und ihren Verpackungen erheblich ein – zugunsten eines „hohen Niveaus im Gesundheitsschutz“, wie Borg schreibt.
https://www.welt.de/wirtschaft/article11...eller.html

2014
DKFZ-Experten glauben, dass Warnhinweise/Werbeverbote wirksam sind in Sachen "Jugendschutz":

"Sie stellen fest, dass der Rückgang 
gesetzlicher Maßnahmen zurückzu führenist:
-Die deutlichen Tabaksteuer-Erhöhungen (2002),
-die Einführung der Nichtraucherschutzgesetze (2007 bis
2010),
- die Anhebung des Bezugsalters für Zigaretten
zunächst auf 16 Jahre (2003), dann auf 18 Jahre (2007),
-die größeren Warnhinweise auf Zigarettenpackungen (seit
2002)
- und das Tabakwerbeverbot für Printmedien und
Internet (2007).
http://www.aerztlicher-arbeitskreis.de/f...nr._47.pdf


18.01.1971
Werbeverbote unwirksam – Beispiel England;
Gesellschaftliche Ächtung gefordert durch Rauchverbote, Demontage Zigarettenautomaten:
"Zehn Millionen Amerikaner haben seit 1966 das Rauchen aufgegeben", verkündete noch gegen Ende letzten Jahres der Chef der US-Registrierstelle für Rauchen und Gesundheit, Dr. Daniel Horn. Doch der Jubel war verfehlt. 1970 inhalierten die Amerikaner wieder drei Prozent mehr als 1969: 2646 Zigaretten pro Kopf, Greise und Babys eingeschlossen. Bundesdeutsche Raucher übertrafen die amerikanische Zuwachsrate indes noch. Sie kauften im letzten Jahr sechs Prozent mehr Zigaretten als 1969, insgesamt 118 Milliarden Stück.
Daß auch ein Verbot der Zigaretten-Werbung in Funk und Fernsehen, wie es in fast allen mitteleuropäischen Ländern besteht, offenbar wenig auszurichten vermag, wird am englischen Beispiel deutlich. Seit 1965 ist Zigarettenwerbung verboten -- aber der Pro-Kopf-Konsum der Briten ist noch immer weit höher als etwa beim EWG-Spitzenreiter Bundesrepublik."
Darüber hinaus fordern die britischen Mediziner, das Rauchen gesellschaftlich zu diskreditieren -- etwa durch Rauchverbot in allen öffentlichen Verkehrsmitteln, Kinos, Bars und Sportarenen und durch Demontage der Zigarettenautomaten.
"Jede Maßnahme, die Menschen vor den Folgen des Rauchens schützen würde", so resümieren die britischen Ärzte, "hätte eine stärkere Wirkung als alle bisherigen Bemühungen der Vorsorge-Medizin."
https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-43375337.html

18. Juni 1974
Bundestag verbietet Tabakwerbung im Rundfunk
Der von der sozialdemokratischen Bundesregierung eingebrachte Gesetzesentwurf zur Reform des Lebensmittelrechtes sorgt für Zündstoff. Paragraf 22 sieht ein Tabakwerbeverbot im Rundfunk vor. Dagegen wettert der CDU-Abgeordnete Hugo Hammans: "Werbung ist ein Informations- und kein Manipulationsinstrument!" Bundesgesundheitsministerin Katharina Focke (SPD) kontert, dass der Staat den Bürger nicht allein lassen dürfe, wenn es darum gehe, Gefahren von ihm abzuwenden, gegen die er sich selbst nicht schützen könne"
https://www1.wdr.de/stichtag/stichtag172.html

16. September 1974
"Der deutsche "Ärztliche Arbeits-Kreis Rauchen und Gesundheit" beschränkt seine Forderungen realistischer zunächst auf ein Werbeverbot außer an Verkaufsstellen und -- dringender noch -- die Abschaffung aller im Freien aufgestellten Automaten, an denen sich derzeit noch jedes Kind ungehindert bedienen kann (50 Prozent des Zigarettenabsatzes gehen über Automaten)."
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-41652278.html

Januar 1975: Geplantes Werbeverbot
https://www.industrydocumentslibrary.ucs...d=kkvv0131

18.Juli 1986
Sohn von Reynolds-Boss Patrick Reynolds plädiert für Tabakwerbeverbot
(18. Juli 1986). "RJ Reynolds 'Sohn drängt den Kongress, Tabakwerbung zu verbieten" . .
https://translate.google.de/translate?hl...rev=search
Tabakkonzern-nahe Personen forderten selbst Werbeverbot....welchen Sinn das haben könnte siehe weiter unten (Robert Proctor)

05.10.2000
Gerichtshof hebt Tabak-Werbeverbot auf
http://www.manager-magazin.de/finanzen/a...96616.html

31. Juli 2005 Werbeverbot
Bereits seit dem 31. Juli 2005 ist in den EU-Ländern Tabakwerbung in Printmedien, Rundfunk und Internet verboten. Das gleiche gilt für Sponsoring von grenzübergreifenden Kultur- und Sportveranstaltungen. In Kinos und auf Anzeigentafeln darf aber auch weiterhin für Zigaretten geworben werden
https://www.medizin.de/ratgeber/raucherentwoehnung.html
Anm:
Hier bekam quasi Big-T das Werbemonopol:
Günstige Werbemöglichkeiten wurden verboten - kleinere Hersteller sind so kaum noch in der Lage ihre Produkte vorzustellen

18. Juni 2006
Seehofer fordert u.a. Werbeverbote
https://www.t-online.de/nachrichten/deut...euden.html

28. Juni 2006
 Tabakwerbeverbot Bundesregierung beugt sich der EU
Weil die Bundesregierung die Umsetzung der EU-Richtlinie zum Verbot von Tabakwerbung verzögert hatte, hat Brüssel heute gegen Berlin Klage eingereicht. Noch am selben Tag hat die Regierung Merkel einen Gesetzentwurf zum Verbot von Tabakwerbung vorgelegt.
Die EU-Richtlinie hätte eigentlich schon bis 31. Juli 2005 umgesetzt werden müssen, aber die Bundesregierung hatte gegen das Werbeverbot ihrerseits vor dem EuGH geklagt.
Nach der EU-Richtlinie soll in Zeitschriften, Zeitungen und im Internet nicht mehr für Zigaretten oder andere Tabakerzeugnisse geworben werden dürfen. Auch das grenzüberschreitende Sponsoring von Großveranstaltungen durch Tabakkonzerne wird verboten. In ihrer Klage aus dem Jahre 2003 hatte die Bundesregierung geltend gemacht, dass die Regelung ein unverhältnismäßiger Eingriff in die Werbefreiheit sei und damit gegen die Gesetzgebungen des EU-Binnenmarktes verstoße.
http://www.spiegel.de/politik/deutschlan...24124.html

Mai 2007 Philip Morris kündigt Mitgliedschaft im VdC - fordert Werbeverbote
Im Mai 2007 kündigte Deutschland-Marktführer Philip Morris seine Mitgliedschaft im VdC mit der Begründung, man wolle sich stärker für eine gesundheitspolitisch orientierte Regulierung der Tabakwirtschaft und ein fast komplettes Tabakwerbeverbot einsetzen. Im VdC werde zu wenig getan gegen die schädlichen Folgen von Tabakkonsum. Der Verband nahm den Rückzug zur Kenntnis und erklärte zunächst, dass man angesichts der Tatsache, auch ohne Philip Morris die deutliche Mehrheit der Zigarettenindustrie in Deutschland zu bilden, „weiterhin der Ansprechpartner für Politik, Behörden und Öffentlichkeit“ bleibe.
Am 29. Juni 2007 schließlich erklärte der Verband seine Auflösung
https://de.wikipedia.org/wiki/Verband_de...nindustrie

Die Tabakindustrie fordert selbst Werbeverbote? Welchen Sinn sollte das haben?
Hierzu der Tabakindustrie-Historiker Robert Proctor (Autor des Buches "Golden Holocaust":
"Werbeverbote erleichtern Markenführern die Aufrechterhaltung ihrer Margen, und der gleiche Vorteil kann durch die ängstliche staatliche Regulierung entstehen - ein Grund, warum Philip Morris so sehr darauf bedacht war, die FDA-Segnungen zu erhalten .
Der Tabakgigant drängte auf die Verabschiedung des Raucherentzugs- und Tabakgesetzes der Familie, der im Juni 2009 von Obama unterzeichnet worden war. Nach einem Jahrhundert des Widerstandes glaubten die Marlboro-Männer, dass sie ihre Marktdominanz festigen könnten, indem sie sich ihrer (begrenzten Bundesaufsicht) unterwerfen "
https://books.google.de/books?id=lk37egf...ne&f=false


2007 Werbeverbot (Zeitungen, Internet):
"Seit 2007 ist Zigaretten-Reklame in Deutschland auch in Zeitungen, Zeitschriften und im Internet verboten. Die Tabakindustrie darf noch auf Litfaßsäulen, großen Plakatwänden und der Kino-Leinwand nach 18 Uhr werben. Dabei hat sich Deutschland 2003 im Rahmen der WHO-Antitabak-Konvention verpflichtet, ein umfassendes Verbot aller Formen von Tabakwerbung zu erlassen."
https://www1.wdr.de/stichtag/stichtag5498.html

04. Februar 2019
"Union für eingeschränktes Werbevervot
Die Fachpolitiker der Union sprechen sich nun dafür aus, dass die Tabakrahmen­konvention der Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO), der Deutschland 2005 beigetreten ist, umgesetzt werden soll – und zwar eins zu eins. „Laut der Konvention dürfen Tabakprodukte nur eingeschränkt beworben werden“, betonte Connemann. Es gehe also nicht um ein Pauschalverbot.
http://ow.ly/KNUZ30nAkR8


05.02.2019 zu Werbeverboten Zigarettenindustrie
Ein Pauschalverbot für Werbung steht selbst nach den gestrigen Expertenanhörungen im Agrarausschuss des Bundestags nicht wirklich zur Debatte. Vorstöße nach Totalverboten für Außenwerbung geraten in Kollision mit Verbraucherschutzrechten, denn Erwachsene dürfen und müssen sich über Werbung über Produkte informieren.
https://www.verband-rauchtabak.de/themen/#c233.


u.s.w.
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