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Wie viele Raucher interessiert das Thema "Nichtraucher werden"?
#11
Nur 5% der aufhörwilligen Raucher suchen Entwöhnungshilfsmittel
Wie im folgenden dargelegt wird, ist die Versorgungssituation für entwöhnungs-
willige Raucher, die die Abstinenz aus eigener Kraft nicht schaffen, in Deutschland derzeit
unzureichend. Das Deutsche Krebsforschungszentrum und die Bundeszentrale für gesundheit-
liche Aufklärung fanden in einer Befragung von über 11000 Gesundheitseinrichtungen, Bera-
tungsstellen und Praxen im ganzen Bundesgebiet nur 763 Anbieter von Tabakentwöhnungs-
maßnahmen, darunter viele mit Methoden, deren Wirksamkeit wissenschaftlich bisher nicht
nachgewiesen wurde (Deutsches Krebsforschungszentrum 2002). Diese Angebote sind zudem
häufig nicht bekannt. Auffällig ist auch, dass nur 5% der aufhörwilligen Raucher eine vorhan-
dene Tabakentwöhnungsmethode in Anspruch nehmen (Nelson & Wittchen 1998). Da die
Mehrheit der Raucher nicht aufhörmotiviert ist, sondern einem Rauchstopp ambivalent gegen-
über steht und keine aktiven Schritte auf ein Entwöhnungsangebot hin unternimmt, wären dar-
über hinaus weitaus proaktivere Angebote und Überweisungen erforderlich.
https://webcache.googleusercontent.com/s...=firefox-b

Fast niemand interessiert sich für "Nikotinersatzprodukte":
"Leider werden diese Hilfen noch viel zu wenig genutzt: nur 18% der entwöhnungswilligen deutschen Raucher verwendeten 1997 medikamentöse Hilfen, wie Nikotinpflaster oder Nikotinkaugummi, und nur 2% nahmen an Entwöhnungskursen teil. Insgesamt scheint eine eskalierende Strategie bei der medikamentösen Unterstützung der Entwöhnung sinnvoll: in der ersten Stufe Nikotinpflaster oder Nikotinkaugummi; bei Rückfall ein zweiter Versuch mit einer Kombination aus Pflaster plus Kaugummi oder Spray. Wenn auch dies nicht erfolgreich ist, könnte Bupropion versucht werden. Über unerwünschte Arzneimittelwirkungen ist jedoch noch wenig bekannt."
https://www.der-arzneimittelbrief.de/de/...px?SN=5712

Nikotinersatzprodukte - kaum jemand hat Interesse daran:
Leider werden diese Hilfen noch viel zu wenig genutzt: nur 18% der entwöhnungswilligen deutschen Raucher verwendeten 1997 medikamentöse Hilfen, wie Nikotinpflaster oder Nikotinkaugummi, und nur 2% nahmen an Entwöhnungskursen teil. Insgesamt scheint eine eskalierende Strategie bei der medikamentösen Unterstützung der Entwöhnung sinnvoll: in der ersten Stufe Nikotinpflaster oder Nikotinkaugummi; bei Rückfall ein zweiter Versuch mit einer Kombination aus Pflaster plus Kaugummi oder Spray. Wenn auch dies nicht erfolgreich ist, könnte Bupropion versucht werden. Über unerwünschte Arzneimittelwirkungen ist jedoch noch wenig bekannt.
https://www.der-arzneimittelbrief.de/de/...px?SN=5712
Enttäuschenderweise werden wirksame Entwöhnungsbehandlungen zu wenig genutzt. 15 Im Jahr 2009 berichteten nur 2,1% von schätzungsweise 70.000 Rauchern in einer großen multiethnischen Vorstadtbevölkerung in Auckland, Neuseelands größter Stadt (1,4 Millionen Einwohner), dass sie subventioniertes NRT in einem Ausstiegsversuch eingesetzt hatten, 21 obwohl ältere Raucher und Frauen NRT häufiger verwendet haben als jüngere Raucher bzw. Männer. 21
Eine Analyse der nationalen Quitline-Daten aus dem Jahr 2008 ergab, dass nur 8,2% der rauchenden Bevölkerung aus dem gleichen Gebiet jemals die Beendigung der Unterstützung gefordert hatten. 22 Die Analyse der Quitcard-Rückzahlungen über sechs Monate im Jahr 2007 ergab, dass nur zwei Drittel der Anrufer aus dieser Region, die eine Quitcard erhalten hatten, diese gegen NRT eingetauscht hatten.
https://www.nzma.org.nz/journal/read-the...rev=search
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#12
aus "Die E-Zigarette im Fokus des Strafrechts" (Gina Schneider, 2018)

"Im Jahr 2010 befand sich europaweit der Marktanteil im Hinblck auf Tabakprodukte mit einem Wert von 0,4% auf derselben Stufe wie dies bei Nikotinersatzprodukten der Fall war.
Eine Umfrage fand heraus, dass die meisten Käufer von E-Zigarette gegenwärtige Raucher oder Ex-Raucher sind, die die E-Zigarette nutzen, um mit dem Rauchen aufzuhören, ebenso wie sie Nikotinersatzprodukte konsumieren."
https://books.google.de/books?id=ACBgDwA...ts&f=false
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#13
Egarage (Oktober 2018):
"Seit 2014 gäben jedes Jahr etwa drei Prozent der Raucherinnen und Raucher an, einen Rauchstopp mithilfe von E-Zigaretten versucht zu haben. Und schließlich: „Der Anteil der ehemaligen Raucher, die erklären, mit dem Einsatz von E-Zigaretten mit dem Rauchen aufgehört haben, stieg von 0,2 Prozent im Jahr 2014 auf 1,8 Prozent im Jahr 2017 an.“ Hierbei beruft sich der Bericht auf das Deutsche Krebsforschungszentrum."
http://www.egarage.de/drogenbeauftragte-...igaretten/
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#14
Tabelle 4. Motivationsstufen für eine Verhaltensänderung.
1.
Sorglosigkeit
(«precontemplation»)
:
Der Raucher hat keine ernsthafte Absicht, innerhalb der nächsten 6 Monate
mit dem Rauchen aufzuhören.
Der Nutzen, den er aus dem Zigarettenrauchen zieht, ist ihm wic
htiger als die Risiken.
Der Raucher ist nicht empfänglich für die Botschaft Prävention.
Etwa 70% bis 80% der Raucher in der Schweiz befinden sich in diesem Stadium.
https://www.swissheart.ch/fileadmin/user...gesamt.pdf
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#15
DEBRA-Studie (April 2018)
Die Kombination einer evidenzbasierten verhaltenstherapeutischen Methode (ärztliche Kurzberatung, Einzel-/Gruppentherapie oder telefonische Beratung) mit einer evidenzbasierten Pharmakotherapie (Nikotinersatztherapie, Bupropion oder Vareniclin) nutzten 2,4 % [1,4; 3,4].
https://www.aerzteblatt.de/archiv/197190...eutschland
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#16
Angelehnt am Thema "Interesse an rauchlosen Zigaretten":
Nur 0,4% interessieren sich momentan für den "Platzhirsch" IQOS von Philip Morris trotz intensiver Werbung.
Insgesamt waren es 5,9%....jedoch 5,5% haben sie wohl als "unbrauchbar für Raucher" eingestuft und nicht mehr verwendet.

IQOS Statistik

6. September 2018, 16:01 Uhr
Zigarettenindustrie
Viel heiße Luft um den Tabakerhitzer
Eine groß angelegte Umfrage zeigt, dass nur 0,4 Prozent der befragten Raucher auf Tabakerhitzer umgestiegen sind, die laut Werbung weniger gesundheitsschädlich sein sollen als klassische Zigaretten.
Experten hatten höhere Zahlen erwartet angesichts des enormen Werbeaufwands, den der Hersteller seit Monaten betreibt.
Zwischen Juni 2017 und Mai 2018 hatten mehr als 12 000 Menschen daran teilgenommen, unter ihnen 3555 Raucher und Ex-Raucher.
0,4 Prozent dieser Gruppe gaben an, Iqos aktuell zu gebrauchen, 5,5 Prozent hatten das Gerät schon einmal ausprobiert. "Angesichts des immensen Werbeaufwands von Philip Morris hätte ich sogar höhere Zahlen erwartet. Man kann in deutschen Großstädten fast keine Zeitung mehr kaufen, ohne mindestens drei Reklamen von Iqos zu sehen", sagt Tobias Rüther, Tagungspräsident der Konferenz in München.
Bislang greifen vor allem höher gebildete Raucher und Ex-Raucher zu Iqos. Zigaretten und E-Zigaretten konsumieren dagegen eher Menschen mit kleinem Einkommen und geringer Bildung.
https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/i...-1.4119199
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#17
Rauchfrei-info.de (BzgA)
Rauchfrei-Programm:
"152969 Menschen haben schon mitgemacht"
https://www.rauchfrei-info.de/
(stand: 19.01.2019)

2006: Rauchfrei-Kampagne
44.636 Raucherinnen und Raucher

haben sich in Deutschland für einen
Rauchstopp im Mai und für einen Start
in ein rauchfreies Leben entschieden

Trotz des großen Interesses an Informa-
tionsmaterialien zur Kampagne, zum
Rauchstopp und zum Thema „Rauchfrei
am Arbeitsplatz“ hat sich die Zahl der
Teilnehmer im Jahr 2006 im Vergleich zur
Kampagne im Jahr 2004 halbiert (Abb. 2).
Die Entwicklung der Teilnehmerzahlen in
Deutschland ist vergleichbar mit den Be-
obachtungen in anderen an Quit & Win
teilnehmenden Ländern (Abb. 3). Das inter-
nationale Organisationsbüro hat mitgeteilt,
dass gerade die entwickelten Länder
einen Teilnehmerrückgang verzeichnen.
50 Prozent weniger Teilnehmer im Ver-
gleich zur vorgegangenen Kampagne gab
es auch in Spanien und in der Schweiz.
"Nach 20 Jahren
Nikotin wieder Maiglöckchen zu riechen,
war die Anstrengung auf jeden Fall wert.“
(Bertram, 41 Jahre, Ludwigshafen)*
https://www.dkfz.de/de/tabakkontrolle/do...eutsch.pdf
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#18
03.01.2012

PÖTSCHKE-LANGER: In Deutschland nehmen die wenigsten aufhörwilligen Raucher Medikamente. In England und in der Schweiz etwa ist das viel verbreiteter. Es wird Zeit, dass auch in Deutschland die Tabakabhängigkeit als Krankheit anerkannt wird und entprechend behandelt werden kann.
https://www.swp.de/panorama/nachgefragt-...35501.html
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